• “Meditationsbild““Meditationsbild“

Über Christa Gebhardts
künstlerische Arbeit

Im Mittelpunkt des keramischen Oevres der studierten Grafikdesignerin Christa Gebhardt steht die Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen des Seins. Ein frühes, über Jahre hinweg variiertes Symbol für die vielfältigen Erscheinungen des Lebens stellte über lange Zeit das Phänomen der Symmetrie mit seinen manchmal nur graduellen Störungen dar. Dafür entwickelte sie im lebendigen Spiel von Licht und Schatten auf den grafisch subtilen Binnenzeichnungen dreidimensionaler Skulpturen oder Reliefs poetisch feinsinnige Lösungen. Die Beschäftigung mit antiken Mythen findet durch bewusste Bezüge zu Formenelementen der hellenistischen Plastik eine folgerichtige skulpturale Entssprechung. Auch in der 18-teiligen Platteninstallation "Spuren des Boreas" sowie der Gruppe "Für Charon" wirken diese Ur-Themen europäischer Kultur weiter. Sie sind voller assoziativer Kräfte, allerdings herber und reduzierter im Ausdruck.

Hans-Peter Jakobson